Augenflimmern

Siehst Du manchmal Blitze oder Zickzack-Linien? Das könnte ein Anzeichen auf Augenflimmern sein. Wie die Beschwerden gelindert werden können, erfährst Du im Folgenden.

Augenflimmern im Büro ist häufig stressbedingt

Augenflimmern, medizinisch auch als Flimmerskotom bezeichnet, ist eine phasenweise auftretende Sehstörung durch Überlastung oder Ermüdung. Sehr häufig tritt dieses unangenehme Symptom an Bildschirmarbeitsplätzen im Büro auf. Die Betroffenen nehmen das Augenflimmern als eher bedrohlich war, auch wenn die Ursachen meist harmlos sind.

Da bei einem anhaltenden oder immer wiederkehrenden Augenflimmern ernstere Erkrankungen aber nicht ganz ausgeschlossen werden können, sollte beizeiten ein Augenarzt aufgesucht werden, damit die genaue Ursache abgeklärt werden kann. Insbesondere von Augenzittern sowie Augenjucken muss das Augenflimmern differenzialdiagnostisch unterschieden werden. Das ist in der Praxis jedoch nicht immer ganz einfach, weil diese Symptome oft ineinander übergehen. Gegebenenfalls ist auch die Konsultation eines Neurologen erforderlich.

Ernsthafte Ursachen von Augenflimmern sollten ausgeschlossen werden

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Der Ausfall des partiellen Gesichtsfeldes durch Augenflimmern kann an einem oder auch an beiden Augen gleichzeitig auftreten, eventuell auch mit vegetativen Begleitsymptomen wie dem Erscheinen von Lichtblitzen, Kopfschmerzen bis hin zu Übelkeit und Erbrechen. Diese Symptome ähneln oft der einer Migräne.

Augenflimmern im Büro ist meist Ausdruck von chronischem Stress, dem die feinen, ringförmigen Augenmuskeln durch stundenlange Bildschirmarbeit ohne Pause ausgesetzt sind. Begünstigt werden kann Augenflimmern besonders dann, wenn nach der Arbeit nicht ausreichend entspannt oder regeneriert wird. Außerdem führt die Einnahme bestimmter Medikamente ebenfalls dazu, dass das Risiko von Sehstörungen am Arbeitsplatz steigen kann. Als Ursache für das Augenflimmern als eigenständige Sehstörung werden Spasmen, also Verkrampfungen der feinen Augenmuskulatur, aber auch der Blutgefäße vermutet.

Wenn augenärztlich alle weiteren möglichen Ursachen, also beispielsweise Glaukom, Nebenwirkungen von Medikamenten, Schlaganfall, Migräne oder Tumore ausgeschlossen wurden, ist das Augenflimmern am Bildschirmarbeitsplatz eindeutig stressbedingt.

Augenflimmern ist behandelbar

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Um eine Chronifizierung dieses Symptoms zu vermeiden, sollte unbedingt beizeiten eine möglichst ursachenbezogene, also kausale Therapie eingeleitet werden. Werden diese Symptome des Körpers ignoriert, kann dies dazu führen, dass ein Arbeitnehmer über längere Zeit den Job am Bildschirmarbeitsplatz nicht mehr ausüben kann. Sobald die Flimmeranfälle am Auge regelmäßig und gehäuft tagsüber auftreten, ist es höchste Zeit, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Ist Stress am Arbeitsplatz eindeutig die Ursache, dann droht auch keine Gefahr der Erblindung, auch wenn das Symptom an sich von den Betroffenen als sehr bedrohlich und die allgemeine Lebensqualität einschränkend empfunden wird. Oft tauchen die Symptome anfallartig, also von einer Sekunde auf die andere, wie aus dem Nichts, auf. Nicht ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze mit falschen Abständen der Bildschirme zu den Augen führen schnell zu sogenannten Akkomodationsstörungen.

Dabei sind die Augen aufgrund der ununterbrochenen Reize durch die Bildschirmarbeit am Computer überfordert. Außerdem ist es nachgewiesen, dass auch Fehlhaltungen am Arbeitsplatz massive Verspannungen der Schultergürtelregion und des Nackens zur Folge haben können. Dies kann ebenfalls ein Mitauslöser der als äußerst unangenehm empfundenen Augensymptome sein.

Regelmäßige, kleine Pausen für die Augengesundheit

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Treten die Symptome des Augenflimmerns beispielsweise beim Bedienen von komplexen Maschinen auf, sollte die Arbeit aus Sicherheitsgründen sofort unterbrochen werden. Das gleiche gilt, wenn die Beschwerden beim Autofahren auftreten, es sollte dann umgehend eine Parkmöglichkeit gesucht und die Weiterfahrt erst dann angetreten werden, wenn die Symptome wieder weitgehend verschwunden sind. Dies ist oft bereits nach nur wenigen Minuten der Fall.

Es gilt allgemein, eine Überanstrengung der Augen so gut wie möglich auch am Arbeitsplatz zu vermeiden. Hierfür stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Die wichtigste Maßnahme, auch aus arbeitsmedizinischer Sicht, besteht darin, regelmäßige kleine Pausen einzulegen. Außerdem kann es bereits helfen, die Augen ganz bewusst vom Bildschirm weg in die Ferne auszurichten und erst nach einigen Sekunden wieder zur Bildschirmarbeit zurückzukehren. Sollten die Beschwerden rein stressbedingt ein, so ist die Prognose für den weiteren Krankheitsverlauf in der Regel sehr gut. 

Regelmäßige Bewegung und Nacken-Massagen gegen Augenflimmeranfälle

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Das Augenflimmern kann von wenigen Sekunden bis hin zu etwa 30 Minuten ununterbrochen andauern. Die Erfahrungen zeigen, dass es recht schwer einzuschätzen ist, ob es sich jeweils um ein singuläres Ereignis oder um ein solches handelt, welches in der Zukunft wahrscheinlich häufiger auftreten wird. In der Prävention am Arbeitsplatz spielt auch die aktive Entspannung und Lockerung der Muskulatur an Schulter, Hals und Nacken eine große Rolle, damit die lästigen Augensymptome nicht chronisch werden.

Auch grelles Licht am Arbeitsplatz kann die Anfälle begünstigen, ebenso wie das Arbeiten in trockener und verbrauchter Luft oder unter dem Einfluss von Klimaanlagen. Regelmäßige Massagen von Rücken, Schultergürtel und Nacken haben sich zur Vorbeugung sehr bewährt. Arbeitnehmer mit Bildschirmarbeitsplätzen sollten entsprechende gesundheitliche Präventionsprogramme wahrnehmen.

Auch das Erlernen einer Entspannungstechnik, beispielsweise progressive Muskelrelaxation, Yoga oder Eutonie, senken langfristig den eigenen Stresslevel und damit auch die Gefahr des Auftretens von Augenflimmersymptomen. Genussmittelmissbrauch, also durch Alkohol, Nikotin oder Drogen können ebenso wie Bewegungsmangel und Übergewicht das gehäufte Auftreten von stressbedingten Augensymptomen fördern. Arbeitnehmer mit überwiegend sitzender Tätigkeit vor Bildschirmen sollten deshalb in der Freizeit eine Ausdauersportart praktizieren, um so das Anfluten von Stresshormonen im Blut wieder abzubauen.

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