Burnout-Krankschreibung: Das musst Du beachten

Burnout tritt im Berufsleben immer häufiger auf. Wichtig ist bei Erkrankung vor allem eine schnelle Behandlung. Hier erfährst Du, wie Du bei einer Burnout-Krankschreibung vorgehen und was Du alles beachten musst.

Burnout ist mittlerweile für jeden von uns zu einem geläufigen, umgangssprachlichen Begriff geworden. Auch Du hast sicherlich in deinem direkten Umfeld bereits Fälle, wo Menschen an Burnout erkrankt sind oder bist selbst von dieser Erkrankung betroffen oder bedroht. Doch was steckt tatsächlich hinter dem Burnout-Syndrom?

1.Burnout – nur eine „Modeerkrankung“?

Burnout ist eine Erkrankung der modernen Arbeits- und Lebenswelt. Eine chronische, geistige, psychische und körperliche Entkräftung und Erschöpfung erklärt den Zustand des sogenannten Ausgebranntseins dieser Krankheit. Eine detaillierte, medizinisch definierte Erklärung zum Burnout gibt es jedoch bis heute noch nicht. Es ist im eigentlichen Sinne eine Erschöpfungsdepression, die auf Überlastungen eines Menschen im beruflichen aber auch persönlichen Bereich zurückzuführen ist.

Grundsätzlich ist im Allgemeinen Stress der Auslöser. Charakteristisch bei erkrankten Patienten sind eine Antriebs- und Interesselosigkeit und eine belastete Stimmungslage. Generell ist Burnout-Prävention eine gute Möglichkeit einen Burnout zu vermeiden. Durch die Krankheitsbezeichnung Burnout gelang es, dass Patienten offener über ihre Beschwerden reden können. Sie werden nicht gleich als depressiv und allgemein psychisch krank abgetan.

Burnout-Patienten waren zuvor aktive, tatkräftige und engagierte Menschen. Sie haben für ihre Aufgaben „gebrannt“. Sie waren immer dabei und mittendrin. Sie haben sich aufgeopfert und waren sich für nichts zu schade. Du kannst dir sicher vorstellen, dass, in Zeiten der Aufopferung und Hingabe für eine Aufgabe, diese Menschen kaum erreichbar sind. Wenn Du ihnen sagen würdest, dass sie sich in der Aufgabenerfüllung etwas zurücknehmen sollten, um nicht ihre Gesundheit zu gefährden, wird diese Warnung häufig nicht ankommen. 

2.Anzeichen und Symptome für Burnout

Mann vor der Burnout-KrankschreibungShutterstock.com / tommaso79

Im Laufe der Zeit hinterlassen diese permanenten Belastungen jedoch ihre Spuren. Du merkst, dass sich betroffene Menschen verändern. Erste Symptome und Warnsignale treten auf. Diese Menschen sind sehr schnell gereizt. Menschen, die Du sehr gut kennst und die Dir nahestehen, verändern sich in ihrer Persönlichkeit. Oft klagen sie darüber, dass sie nicht oder nur unzureichend schlafen können. Auch körperliche Krankheitszeichen werden deutlich.

Beispielsweise liegen häufig Verdauungsstörungen vor. Es beginnt die Zeit der Burnout-Krankschreibung. Doch das übersteigerte Pflichtbewusstsein führt dazu, die nachlassenden Kräfte weiter zu kompensieren. Burnout-Krankschreibung und Aufgabenerfüllung wechseln sich ab. Gereiztheit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit manifestieren sich mehr und mehr.

Doch nach und nach schwinden die Kräfte. Die Anzahl der mit dem Burnout zusammenhängenden Krankschreibungen nimmt zu und die aktiven Zeiten der Aufgabenerfüllung weiter ab. Die Erschöpfung und Entkräftung erlangen allmählich die Oberhand. Viele Menschen merken dann selbst, dass sie nicht mehr so leistungsfähig sind. Ihre Aufgabenerfüllung ist lückenhaft und unzureichend. Manche Dinge bleiben einfach auf der Strecke. Wenn Du dies selbst erfahren hast, weißt Du auch, dass das unmittelbare Umfeld in dieser Phase sich viele Gedanken über diesen Menschen macht. Was ist aus dem so aktiven, tatkräftigen und pflichtbewussten Menschen geworden? Ist er vielleicht krank?

Ja, vom Burnout betroffene Menschen sind tatsächlich krank. Eine Burnout-Krankschreibung ist notwendig, da die Burnout-Patienten völlig erschöpft sind. Sie schaffen es auch nicht mehr aus eigener Kraft ihre Freiräume und Erholungsphase zu nutzen, um ausreichend Energie zu tanken. Sie finden einfach keinen Zugang mehr zu den schönen, erholsamen und ausgleichenden Dingen des Lebens.

Nachweislich nimmt bei vielen Burnout-Patienten auch die Infektionsanfälligkeit zu, was wiederum zu einer eigentlichen Burnout-Krankschreibung führt. Auch die sogenannte chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit am Tag und die Schlafstörungen in der Nacht führen zur absoluten Ermattung. Bei einer manifestierten Erkrankung liegt dann eine Kraftlosigkeit und Antriebslosigkeit vor.

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3.Burnout-Krankschreibung – was ist zu beachten?

Mann und Therapeutin bei der Burnout-KrankschreibungShutterstock.com / UfaBizPhoto

Wenn Du mit einem Burnout heutzutage zum Arzt gehst, wirst Du meistens eine Burnout-Krankschreibung erhalten. Da jedoch Burnout noch keine anerkannte Erkrankung im Sinne der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist, kannst Du durchaus bei dem einen oder anderen Arzt Probleme mit der Burnout-Krankschreibung bekommen. Die WHO sieht Burnout eher als modernes Problem der heutigen zivilisierten Gesellschaft und der Lebenshaltung vieler Menschen an.

Burnout stellt nach Auffassung der WHO demnach kein definiertes Krankheitsbild dar. Daraus schlussfolgernd können Ärzte Dir durchaus die Burnout-Krankschreibung verweigern.

Burnout ist also ein seelisches Syndrom welches nicht zwangsläufig die Burnout-Krankschreibung nach sich ziehen muss. Wird jedoch eine Burnout-Krankschreibung erteilt, ist von einem langen Behandlungs-, Therapie- und Heilungsprozess auszugehen. Dies ist ebenfalls ein Grund dafür, dass ein Hausarzt und Allgemeinmediziner die Burnout-Krankschreibung eher umgehen möchte. So kommt es dann häufig zur Überweisung an einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der dann die Burnout-Krankschreibung vornehmen wird.

In diesem Zusammenhang solltest Du beachten, dass der Grund einer Burnout-Krankschreibung niemanden, beispielsweise in deinem Betrieb, etwas angeht. Der Arbeitgeber ist nur zeitnah, bei Erstkrankschreibung nachweislich innerhalb von drei Werktagen, darüber zu informieren, wie lange die Krankschreibung voraussichtlich gelten wird. Burnout als Grund der Krankschreibung anzugeben, ist für Dich nicht verpflichtend. Das trifft im Übrigen auch für alle anderen Krankschreibungen zu. In einem guten Arbeitsverhältnis solltest Du mit dem Arbeitgeber jedoch über die längerfristige Burnout-Krankschreibung sprechen. Bedenken oder gar Angst brauchst du nicht davor zu haben.

 

 

Deine Burnout-Krankschreibung ist bis zu 18 Monate durch Lohnfortzahlung und Krankengeld abgesichert. Die volle Lohnfortzahlung erhältst Du in den ersten sechs Wochen. Im Anschluss daran zahlt Dir die Krankenkasse dann das Krankengeld in Höhe von 70% Deines Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 % von Deinem Nettoverdienst. Diese Zeit sollte für Behandlungen und Burnout-Therapie genutzt werden, um danach wieder in den Arbeitsprozess zurückzukehren. Sollte dies im Rahmen der Burnout-Krankschreibung dennoch nicht möglich sein, solltest Du über den weiteren Bestand des Arbeitsverhältnisses nachdenken.

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