Stress vermeiden: Mit diesen 3 Strategien zu mehr Gelassenheit

Durch die Menge an Informationen, die jeden Tag auf uns einwirkt, entsteht Stress. Die beste Möglichkeit diesen loszuwerden ist, ihn garnicht erst entstehen zu lassen. Wir zeigen Dir die besten Methoden, mit denen Du Stress effektiv vermeiden kannst.

Wie kannst Du gezielt Stress vermeiden, wenn Du in der heutigen Zeit immer mehr unter Strom stehst? Jede Menge Informationen prasselt sekündlich auf uns ein und es wird erwartet, dass wir immer mehr, schnellere und noch bessere Leistungen erbringen, sodass wir die meiste Zeit unter großen Ansprüchen zu funktionieren versuchen.Stress komplett zu verhindern, scheint meistens nicht möglich, da Du die äußeren Faktoren, die Stress auslösen nicht ohne Weiteres kontrollieren kannst. Doch wie kannst Du dich selbst dabei unterstützen, dass Du stressige Situationen gut bewältigen kannst und sie letztlich sogar als Herausforderungen verbuchst?

Erfahre was genau Stress ist, wie es zum Stress kommt und welche Maßnahmen Du zur Stressbewältigung nutzen kannst, um wieder mit mehr Gelassenheit durch Deinen Arbeitsalltag zu kommen.

1.Stress vermeiden kannst Du erst, wenn Du Stress verstehst

Zwei Arbeitskollegen beim Stress vermeiden durch Zusammenarbeit
Shutterstock.com / Dean Drobot

Stress ist ein Wort, das jeder kennt. In gewisser Weise gehört es zu unserer modernen Gesellschaft dazu, ob durch hohen Zeit- und Leistungsdruck oder durch hohe Erwartungen. Aus evolutionärer Sicht ist Stress etwas sehr Wichtiges und Sinnvolles, so steigt die Herzfrequenz und der Blutdruck an, auch Muskeln sind stärker durchblutet und bereit Energiereserven freizusetzen. 

Bist Du also unter Stress, so bist Du bereit für eine bedrohliche Situation, denn Du schaltest in den sogenannten Kampf-oder-Flucht-Modus, um dich entweder auf das Kämpfen oder auf das Fliehen vorzubereiten. Es scheint nicht überraschend, dass Stress also im Grunde auch etwas sehr Positives bringt.

Manchmal sind wir in unter Stress sogar zur Leistungssteigerung fähig. Solange wir dem Stress nur für kurze Zeiträume ausgesetzt sind, können wir uns davon auch wieder gut erholen. Stress vermeiden zu wollen ist also nichts, dass grundsätzlich und immer angebracht ist. Wenn Du jedoch dauerhaft und über längere Zeit unter Stress stehst, kann das sehr schwerwiegende Folgen haben. Auch die psychische Gesundheit leidet mitunter und zeigt, bei langen Zeiträumen von Stress, Folgen wie Depression, Erschöpfung oder Burn-Out. Auch unseren Körper lässt chronischen Stress nicht spurlos an sich vorbeiziehen, denn er reagiert darauf mit z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verspannungen, verminderter Leistungsfähigkeit oder der Absenkung der Immunabwehr.

Obwohl wir das Wort „Stress“ oft nutzen und von „gestresst sein“ sprechen, ist es doch nicht ganz deutlich, was man darunter versteht.

Wenn Du versuchst mit anderen darüber in einen Austausch zu gehen, was Stress nun konkret ist, dann wirst Du schnell bemerken, dass Stress etwas total relatives ist. Was, bei wem und wann tatsächlich zu Stress führt ist äußerst unterschiedlich, dementsprechend spielen immer auch individuelle Komponenten eine Rolle. Zur einfachen Übersicht, kann Stress grundsätzlich in 3 Bereiche aufgeteilt werden:

  1. Stressoren: Das sind äußere Faktoren unserer Umwelt. Es sind an uns gestellte Anforderungen und belastende Bedingungen (z.B. Zeitdruck, fehlende soziale Unterstützung, Leistungsdruck, chronische Schmerzen, Lärm etc.)
  2. Stressreaktionen: Reaktionen unseres Körpers und der Psyche, die aufgrund von Stress erlebt werden (z.B. erhöhter Puls, hoher Blutdruck, Ungeduld, Fehler, zerstreutes Arbeitsverhalten, innere Unruhe, Hilflosigkeit,Grübeln, Ängste etc.)
  3. Stressverstärker: Auch wir selbst tragen unseren Anteil am Stress, denn unserer eigenen Einstellungen, Werte, unsere Glaubenssätze und Gedanken haben Einfluss darauf, ob wir Situationen als stressig erleben oder nicht. Du hast sicher auch mal bemerkt, wie Du dich selbst unter Stress setzt.

Wann Du Anforderungen oder Belastungen wirklich als stressig empfindest, hängt sehr davon ab, wie Du die Stressoren selbst bewertest. Einige Stressoren kannst Du sogar als hilfreich oder herausfordernd empfinden.

2.Hilfreiche Strategien wie Du Stress vermeiden kannst

Frau mit ausgestreckter Hand als Zeichen zum Vermeiden von Stress
Shutterstock.com / Voyagerix


Es gibt verschiedene Ansätze, wie Du stressreiche Zeiten gut überstehen kannst. „Die“ eine und wahre Patentlösung um Stress zu vermeiden gibt es nicht, es ist vielmehr wichtig, dass Du genügend Wissen über hilfreiche und nützliche Strategien hast, damit Du sie gezielt und individuell in deinen Arbeitsalltag integrieren kannst. Eine verbreitete Grundlage ist es, die eben genannten 3 Bereichen von Stress als Ansatzpunkte für Veränderungen zu nehmen (Stressoren, eigene Stressreaktionen und den Stressverstärkern).

3.Der richtige Ansatz zum gelungenen Stressmanagement

Auf welche Stressoren Du triffst, mit welchen Stressverstärkern Du zu tun bekommst und wie Du letztlich auf Stress reagierst, ist etwas sehr persönliches und individuelles. Beobachte Dich deshalb in den kommenden Tagen aufmerksam: In welchen Situationen kommst Du in Stress? Woran merkst Du, dass Du gestresst bist und was tragen Deine Gedanken oder Einstellungen gerade dazu bei?

Wenn Du dich gut beobachtet hast, dann wird irgendwann vielleicht eine Art Muster auffallen. Die folgenden Maßnahmen sind als kleine Inspiration gedacht, wie Du deinen Stress reduzieren oder ganz Stress vermeiden kannst.

Stress vermeiden durch regeneratives Stressmanagement

Hierbei setzt Du an deiner Stressreaktion an und schaffst Dir regelmäßig Ausgleich damit Du deine Kräfte wieder auftanken kannst.

Maßnahmen:

  • Achtsamkeitsübungen
  • Progressive Muskelentspannung
  • Sport im Büro oder in der Freizeit
  • Entspannungsübungen
  • Soziale Kontakte pflegen
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
Stress vermeiden durch instrumentelles Stressmanagement

Setze an deinen Stressoren an, also an den Anforderungen und Belastungen, die deine Umwelt für Dich mitbringt.

Maßnahmen:

  • Selbst- und Zeitmanagement
  • Prioritäten setzen
  • Öfter mal „Nein“ sagen
  • Arbeitsorganisation optimieren
  • Burnout-Prävention durch mentales Stressmanagement
  • Nach Unterstützung fragen
Durch deine Einstellung Stress vermeiden

Frau mit zugehaltenen Ohren als Zeichen zum Vermeiden von Stress
Shutterstock.com / Voyagerix


Auch an den eigenen Stressverstärkern kannst Du ansetzen, um förderliche Gedanken und Bewältigungsmechanismen zu entwickeln.

Maßnahmen:

  • Von alltäglichen Aufgaben distanzieren
  • Versuchen Unveränderliches zu akzeptieren
  • Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt lenken
  • Perfektionismus zurückschrauben
  • Das Positive bewusst machen und Dankbarkeit kultivieren

Auch wenn diese Tipps für Dich vielleicht banal klingen, in den meisten Fällen kannst Du dadurch viel Veränderung in Dein Leben bringen und Stress vermeiden. Wichtig ist besonders: Dass Du sensibilisiert bist dafür, auf welche Art und Weise Du mit Stress umgehen kannst und was für Maßnahmen nützlich sind um Stress auf lange Sicht wirksam zu reduzieren bzw. zu vermeiden. 

Denn wenn Du dich selbst fragst: „Was tue ich konkret um Stress zu vermeiden?“, wird schnell klar, dass Du eventuell vergessen hast ganzheitlich gegen dein Stresserleben vorzugehen. Doch wenn Du den komplexen „Stress“ verstehst, kannst Du erkennen, welche vielen Möglichkeiten Du doch hast dich aktiv sowohl um dein geistiges, als auch um Dein körperliches Wohlbefinden zu kümmern. Und im Idealfall findest Du einen Weg, wie Du schädlichen Stress vermeiden kannst.

 

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