Die Geschichte der Vipassana Meditation

Die Vipassana Meditation ist eine der ältesten Indischen Meditationstechniken. Sinn und Zweck dabei ist es, vollkommene Befreiung zu erfahren. Beispielsweise kann man sich durch Vipassana Meditation von Leiden befreien.

Vipassana Meditation gehört zu den ältesten indischen Meditationstechniken und bedeutet, dass man die Dinge so sehen sollte, wie sie auch tatsächlich sind. Wiederentdeckt wurde Vipassana von Gotama vor mehr als 2500 Jahren, der die Meditationstechnik nicht nur als universelles Heilmittel einsetzte, sondern sie auch als eine Lebenskunst sah. Vipassana Meditation strebt danach, vollkommene Befreiung zu erfahren und alle geistigen Unreinheiten zu beseitigen.

Es ist ein Weg, der durch Selbstbeobachtung zu großen Veränderungen führt, wobei der Fokus auf der Beziehung zwischen Geist und Körper liegt. Darüber hinaus erfährt man mithilfe der Vipassana Meditation, wie Leiden erschaffen wird bzw. wie man sich auch von diesem befreien kann.

1.Lange Tradition

Seit Buddhas Zeiten gibt es die Vipassana Meditation.Die Vipassana Meditation beruht auf langer Tradition.                                        Shutterstock.com / Abstract and Background

Seit Buddhas Zeiten wurde die Vipassana Meditation ununterbrochen von verschiedensten Lehrern weitergegeben. Der gegenwärtige Lehrer ist S.N. Goenka, der in Burma geboren und aufgewachsen ist. Dort lernte er Vipassana von Sayagyi U Ba Khin, einem hohen Regierungsbeamten. Nachdem er vierzehn Jahre lang ausgebildet worden war, übersiedelte Goenka nach Indien, wo er begann, die Meditationstechnik in Form von Kursen weiterzugeben.

Seitdem unterrichtete er zehntausende Menschen aus aller Welt in Vipassana Meditation. Im Jahr 1982 begann er zudem, AssistenzlehrerInnen zu ernennen, die ebenfalls weltweit Kurse abhalten.

2.Wichtige Begriffe und Konzepte

Die Achtsamkeit spielt bei der Vipassana Meditation eine große Rolle.               Shutterstock.com / structuresxx

Für S.N. Goenka spielen vor allem die Achtsamkeit sowie das bewusste Ein- und Ausatmen eine wesentliche Rolle. Ein weiteres wichtiges Konzept ist Kamma, das das "Gesetz von Ursache und Wirkung beim Verursacher" bezeichnet, das heißt, jede Handlung, die man begeht, hat auch eine Auswirkung auf die Zukunft, wobei diese Taten auch aus einem früheren Leben stammen können. Unerlässlich sind auch die sogenannten vier Edlen Wahrheiten.

Dazu zählen die Edle Wahrheit vom Leiden, die Edle Wahrheit der Leidensursache, die Edle Wahrheit vom Leidensende, sowie die Edle Wahrheit vom Pfad, der zum Ende des Leidens führt. Krankheit und Leid gehören also im Buddhismus zum Leben dazu, Heilung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man seine Krankheit annimmt, aber sich nicht mit ihr identifiziert. Im Vipassana geht es vor allem darum, Weisheit zu entwickeln und frei von Begehren zu sein.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Entwicklung von Sittlichkeit, was bedeutet, nicht schlecht über andere zu reden, nicht zu schwätzen und zu lügen, nicht zu stehlen und zu töten und einem Lebenserwerb nachzugehen, der niemandem Schaden zufügt. Wer einen Kurs in Vipassana Meditation besucht, muss sich an noch strengere Regeln halten, wie zum Beispiel der Verzicht auf Rauschmittel sowie völlige sexuelle Enthaltsamkeit. Ein weiterer Bereich der Vipassana Meditation widmet sich der Entwicklung von Konzentration und Vertiefung.

Konzentration ist wichtig, damit die Achtsamkeit aufrechterhalten werden kann, daher sollte man sie auch entsprechend schulen. Folgt man diesem Weg, dann kann man sich laut dem Gesetz der Natur aus allem Leiden befreien und aus dem schmerzhaften Kreislauf der Wiedergeburten ausbrechen, was als nibbana oder Erleuchtung bezeichnet wird. Darüber hinaus soll im Vipassana die Vergänglichkeit direkt erfahren werden, wobei in diesem Zusammenhang auch der Gedanke des Fließens auch eine wesentliche Rolle spielt.

Da alles vergänglich ist, ist es auch nicht fassbar und kann nicht die Basis für Glück und Zufriedenheit sein. Das heißt, man wird früher oder später Unglück und Leid erfahren, wenn man an etwas anhaftet und nicht loslassen kann. Kann man diese Daseinsmerkmale jedoch erkennen und verinnerlichen, so wird das Leid überwunden, wobei die Technik dafür die Meditation ist. Mithilfe der Vipassana Meditation kann reine Achtsamkeit entwickelt werden, sodass man die Dinge zwar wahrnimmt, aber nicht benennt und kategorisiert.

3.Vipassana Meditation in der Praxis

Die Vipassana Meditation eignet sich für jeden.Die Meditation eignet sich für jeden, der seinen Geist entspannen und reinigen möchte. Shutterstock.com / saravutpics

Mithilfe der Vipassana Meditation kannst du deinen Geist trainieren, wobei dieser aber nicht nur beruhigt, sondern von innen trainiert und gereinigt wird. Somit kann man gesund durch Meditation werden. Die Basis-Technik ist relativ leicht zu erlernen und von jedem durchführbar. Die Meditationsmethode hat keinen religiösen Hintergrund und eignet sich für jeden, der an sich selbst arbeiten möchte. Die Ergebnisse sind natürlich sehr individuell, in jedem Fall wird sich dein Geist aber weniger oft in vergangenen oder zukünftigen Geschichten verstricken, sondern auf den Moment fokussiert bleiben.

Der Fokus wird scharf und klar, wodurch es dir möglich wird, dich über einen längeren Zeitraum auf eine Sache zu konzentrieren, ohne sie zu bewerten. Mit Hilfe der Vipassana Meditation lernst du also dich im Hier und Jetzt aufzuhalten und auch deinen Körper und seine Empfindungen wieder besser zu spüren. Dieses Spüren wirkt sich in weiterer Folge sehr positiv auf den Alltag aus. Auch Meditation zum Einschlafen kann helfen.

 

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