Trends 2021 - worauf es beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement in diesem Jahr ankommt

Die Corona-Krise hat im vergangenen Jahr auch vor dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement nicht Halt gemacht und dieses vor ganz neue Herausforderung gestellt. Dabei wurden bestehende Trends wie die Digitalisierung weiter befeuert und neue Themen rückten in den Fokus. Wir zeigen, wie diese Entwicklungen das Gesundheitsmanagement in diesem Jahr bestimmen und welche Trends Verantwortliche 2021 daher besonders im Blick haben sollten.

Digitalisierung, dezentrale Angebote, mentale Gesundheit - die Buzzwords, die das Betriebliche Gesundheitsmanagement im vergangenen Jahr besonders prägten, werden auch die Maßnahmen im Jahr 2021 weiter beeinflussen. Das sind die Top 5 BGM-Trends: 

1. BGM im Fokus

Lassen Sie uns mit der wichtigsten Erkenntnis beginnen: Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist aktuell wichtiger denn je und erhält weiteren Aufwind. Nie zuvor stand die Gesundheit - auch im betrieblichen Kontext - mehr im Fokus als jetzt. In der Studie #whatsnext2020 gibt sogar mehr als ein Drittel der Befragten an, dass das BGM in wirtschaftlichen Krisenzeiten elementar sei. Durch die Corona-Krise wurde deutlich, dass die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens auch - oder insbesondere - von der Gesundheit der Mitarbeiter abhängt. Arbeitgeber werden heute von ihren Mitarbeitern auch daran gemessen, wie sie mit der Krise umgehen und die Gesundheit ihrer Angestellten sicherstellen. Initiativen im Bereich der betrieblichen Gesundheit werden aktiv eingefordert und entsprechend wertgeschätzt. BGM bleibt damit auch 2021 ein wichtiger Wettbewerbsfaktor, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten und im Kampf um talentierte Köpfe bestehen zu können. Dieses Wissen hat sich vermehrt auch in den Chefetagen manifestiert, sodass BGM-Verantwortliche 2021 mit verstärktem Rückhalt rechnen können. 

BGM als WettbewerbsfaktorArbeitgeber können sich beim Recruitingprozess durch BGM Maßnahmen von anderen Firmen abheben  / Prostock-studio

2. Personalisierung 

Die Pandemie hat gezeigt, wie unterschiedlich Menschen mit einer solchen Krise umgehen und wie unterschiedlich die Bedürfnisse des Einzelnen sind. Da gibt es die, die sich Formate wünschen, um ihre Sorgen loszuwerden, andere, die sich nach Ablenkung sehnen und wieder andere, die sich Sorgen wegen bestehender Risikofaktoren machen oder überfordert sind mit dem neuen Alltag zuhause zwischen Home-Office und Kinderbetreuung. 2020 hat gezeigt, dass es nicht die eine one fits all-Lösung geben kann, sondern dass das BGM so personalisiert und individuell wie möglich angeboten werden sollte. 

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Mitarbeitergesundheit im Fokus1

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Das schaffen Arbeitgeber, indem Sie zunächst den Wünschen ihrer Mitarbeiter ein offenes Ohr schenken. Vermeintlich sicher Geglaubtes kann sich in den vergangenen Monaten entschieden verändert haben. Daher ist eine Bestandsaufnahme in Form einer Mitarbeiterumfrage zum Jahresbeginn sinnvoll. Auf Basis dieser Ergebnisse sollten entsprechende Maßnahmen angeboten werden. Im Idealfall decken diese Maßnahmen vielfältige Bereiche ab und können individuell zusammengestellt werden. Besonders wichtig ist in diesem Jahr, das Betriebliche Gesundheitsmanagement nicht isoliert zu betrachten, sondern dieses strategisch in die Unternehmensplanung und weiteren HR-Initiativen einzubetten. Konkret bedeutet das, Initiativen des BGMs gemeinsam mit Maßnahmen wie flexiblen Arbeitszeiten zu kommunizieren und so ein ganzheitliches Portfolio zu schaffen, aus dem die Mitarbeiter zusätzlich individuell auswählen können, was am besten zu ihnen und ihren momentanen Bedürfnissen passt. Um eine größtmögliche Individualisierung der Maßnahmen zu gewährleisten, eignen sich im Speziellen digitale Angebote.  

3. Digitalisierung und Multikanal 

Ein elementarer Treiber für das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist 2021 das fortgeführte Home-Office und flexible Möglichkeiten der Arbeitszeit sowie des -orts, die auch nach der Krise Bestand haben werden. Dadurch gestaltet sich die Umsetzung klassisch analoger Maßnahmen schwierig, die eine Präsenz an der Arbeitsstätte verlangen. Es gilt, digitale Angebote zu schaffen, die auch in dezentralen Strukturen funktionieren und idealerweise orts- und zeitunabhängig abgerufen werden können. Dabei helfen unter anderem Online-Kurse, Webinare und Apps. Die Angebote richten sich im besten Fall an die individuellen Bedürfnisse und knüpfen an bestehende Probleme an. Sie helfen Mitarbeitern, mögliche selbst gesteckten Ziele zu erreichen und motivieren für einen gesunden Lebensstil. Ein digitales BGM bietet idealerweise die Möglichkeit, Inhalte personalisiert für einzelne Nutzer oder Nutzergruppen zur Verfügung zu stellen und Programme anzubieten, die zu den jeweiligen individuellen Situationen passen. 

Digitalisierung im BGM bringt Flexibilität Besonders durch das vermehrte Arbeiten aus dem Home-Office gewinnen digitale Maßnahmen im BGM an Bedeutung  / DragonImages

Unter den Punkt der Digitalisierung fällt auch der Aspekt der digitalen Führung. Vorgesetzte und Führungskräfte sind in diesen Zeiten besonders gefordert, ihre Mitarbeiter weiterhin zu fördern und ihnen zur Seite zu stehen, auch wenn dies nicht über den persönlichen Kontakt möglich ist. Ein wichtiger Punkt ist dabei das Vertrauen, das den Mitarbeitern entgegengebracht wird. Sollte der Vorgesetzte mit den Arbeitsleistungen des Teammitglieds nicht zufrieden sein, gilt es, dieses aktiv und ehrlich anzusprechen und die Gründe dafür zu verstehen und gemeinsam zu beseitigen. Aktive Kommunikation ist in Zeiten digitaler Führung elementar. Damit einher geht auch die Herausforderung, trotz der räumlichen Distanz ein Wir-Gefühl unter der Belegschaft nicht zu verlieren. Regelmäßige virtuelle Termine und auch informelle Meetings sind dabei unerlässlich. Auch gemeinsame Challenges oder sportliche Aktivitäten unter Berücksichtigung von Gamification-Ansätzen können dazu beitragen. Gesundheit ist und bleibt ein sehr persönliches Thema, weshalb analoge Kanäle nicht völlig durch digitale ersetzt werden sollten. Das Stichwort 2021 lautet Multikanal. Ebenso wie im Bereich des Home-Office werden auch im Segment des BGM hybride Lösungen am Ende die erfolgreichsten sein. So können beispielsweise Gesundheits-Check-ups den idealen Ausgangspunkt für BGM liefern, da sie den gesundheitlichen Status quo des Einzelnen abbilden und so aufzeigen, welche individuellen Maßnahmen zu einem gesünderen Leben führen können. Außerdem können persönliche Coachings mit Gesundheitsexperten die wahren Beweggründe einzelner Mitarbeiter herauskitzeln, die dann zu einer nachhaltigen Lebensstiländerung beitragen. Weitere digitale Applikationen können hieran anknüpfen und bei der Umsetzung unterstützen. 

4. Mentale Gesundheit 

Die Krise ist für alle eine Herausforderung und stellt eine enorme psychische Belastung dar. Schon vor der Pandemie nahmen Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen zu und erste Studien zeigen, dass die mentale Belastung während des Home-Office und insbesondere während des Lockdowns noch einmal zugenommen hat. Die Sorge um die eigene Gesundheit und die von Freunden und Familie, Angst vor Kurzarbeit oder Jobverlust, die Isolation zuhause, eingeschränkte Kontakte und keine räumliche Trennung mehr zwischen Büro und Zuhause, bringt viele Menschen an ihre Grenzen. Das alles verstärkt das Risiko, psychisch zu erkranken und entsprechende Krankheiten wie Depressionen zu entwickeln. Aus diesem Grund wird das Feld der mentalen Gesundheit 2021 weiter in den Fokus des Betrieblichen Gesundheitsmanagements rücken. Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter mit diesen Sorgen nicht alleine lassen und sollten proaktiv Handlungsempfehlungen und Maßnahmen anbieten. Konkret können darunter neben einer psychischen Gefährdungsbeurteilungen z.B. Achtsamkeitsübungen, Stress-Webinare, Strategien zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance oder Tipps zum Umgang mit digitalen Medien fallen. Es gilt, die Resilienz der Mitarbeiter zu steigern und ihnen Initiativen mit an die Hand zu geben, um den neuen (Arbeits-)bedingungen gestärkt entgegentreten zu können. 

Home-Office wirkt sich auf die mentale Gesundheit ausMentale Gesundheit ist ein Thema, das im Jahr 2021 verstärkt in den Fokus rückt / Prostock-studio

5. Evaluierung und Messbarkeit 

Trotz der steigenden Bedeutung des BGMs werden sich viele Unternehmen auch 2021 weiter wirtschaftlichen Hürden gegenüber sehen, die eine entsprechend taffe Ressourcenplanung notwendig machen. Diese wird auch vor den Personal- und BGM-Abteilungen nicht Halt machen. Umso wichtiger ist 2021 eine entsprechende Evaluierung und Messbarkeit der umgesetzten BGM-Maßnahmen. Dazu sollten jetzt zu Beginn konkrete Ziele definiert werden, die mithilfe des strategischen BGMs erreicht werden sollen. Das können beispielsweise die Reduzierung von Fehltagen oder Kosten durch Krankheitsfälle oder die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität sein. Diese werden anschließend durch konkrete Kennzahlen belegt, die im Ist-Soll-Vergleich gegenüber gestellt werden. Die oben angesprochenen digitalen Kanäle bringen hier eine entscheidenden Vorteil, da die Datenerhebung enorm erleichtert wird. So lassen sich z.B. Zugriffszahlen auf Inhalte oder Nutzerzahlen analysieren, um die Reichweite und Akzeptanz der angebotenen Maßnahmen in Echtzeit nachvollziehen zu können. Auch der Dialog mit den Teilnehmern wird durch digitale Feedbackoptionen und Nutzerbefragungen vereinfacht. Unter Wahrung des Datenschutzes können so umgesetzte Maßnahmen umgehend evaluiert und Erfolge verdeutlicht werden, um so eine fundierte Basis für eine erfolgreiche und nachhaltige Maßnahmenplanung unter Berücksichtigung der personellen wie finanziellen Ressourcen zu haben. 

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