Glückliche Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

Der Schlüssel zum Erfolg eines jeden Unternehmens sind glückliche Mitarbeiter. Daher sollte die Führungsebene die Zufriedenheit der Mitarbeiter immer im Blick haben und die Voraussetzungen dafür stets optimieren. Warum das so wichtig ist und wie es geht, zeigt der folgende Artikel.

Begriffe wie Corporate Happiness oder Feel-Good-Manager tauchen immer häufiger im Unternehmenskontext auf und das hat einen einfachen Grund: In der heutigen Arbeitswelt ist der Job für viele Angestellte mehr als nur Mittel zum Zweck. Vielmehr möchten sie einen Job, der sie erfüllt und glücklich macht. Dieser Wandel zeigt die Notwendigkeit, Employer Branding nachhaltig positiv zu verändern. Wie das geht und weshalb das auch dem Unternehmen zugute kommt, lesen Sie in diesem Artikel.


Warum sind glückliche Mitarbeiter so wichtig?

Mehr Produktivität

Forscher der Harvard Universität fanden heraus, dass glückliche Mitarbeiter circa 40 Prozent mehr Umsatz machen als ihre negativ eingestellten Kollegen. Glückliche Mitarbeiter sind also leistungsfähiger, motivierter und tragen aktiver zum Unternehmenserfolg bei. Diese Steigerung der Produktivität kann entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens sein.

Spaß beim ArbeitenGlückliche Mitarbeiter haben mehr Spaß bei der Arbeit und sind dadurch auch produktiver. / nd3000
Weniger Kosten

Eine weitere Studie der Universität Oxford belegt, dass glückliche Mitarbeiter nicht nur leistungsfähiger, sondern auch belastbarer sind. Durch die gesteigerte Belastbarkeit sind glückliche Mitarbeiter zudem nachweislich weniger krank, was ebenfalls der Produktivität der Firma zugute kommt und gleichzeitig den Geldbeutel des Unternehmens schont. Zudem sind glückliche Mitarbeiter weniger gefährdet, an einem Burnout zu erkranken und somit für einen längeren Zeitraum krankheitsbedingt auszufallen. Sie wechseln außerdem seltener den Arbeitsplatz, wodurch erheblich Personalkosten eingespart werden können.

Verminderte Fluktuation

Besonders bei Unternehmen mit überdurchschnittlich vielen jungen Arbeitnehmern ist die Personalfluktuation in der Regel sehr hoch. Das liegt daran, dass junge Menschen insgesamt wechselfreudiger sind und häufig das Gefühl haben, am Anfang ihrer Karriere noch etwas besseres als die aktuelle Position erreichen zu können. Doch dieser Trend setzt sich auch immer mehr bei der Belegschaft mittleren Alters durch. Die Folge für Unternehmen sind steigende Personalkosten. Glückliche Mitarbeiter hingegen identifizieren sich mit ihrem Unternehmen und sehen keine Notwendigkeit, dieses zu verlassen. Daher ist es eine gute Strategie, mit geeigneten Maßnahmen die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu verbessern. So kann qualifiziertes Personal langfristig gebunden und zeitgleich das Employer Branding gestärkt werden. So werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Weniger Personalwechsel und mehr zusätzliche Bewerber.

Mitarbeiter werden zu Testimonials

Glückliche Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, kommunizieren das auch nach außen. Der Vorteil: Persönliche Empfehlungen von Freunden oder Bekannten sind besonders glaubwürdig und tragen deshalb erheblich zum Unternehmenserfolg bei. Davon kann nicht nur die Arbeitgebermarke extrem profitieren, sondern auch das Unternehmensimage allgemein. Durch positive Erzählungen steigt die Attraktivität der Marke und diese wird zum Beispiel auch bei der nächsten Kaufentscheidung berücksichtigt. 

Glückliche Mitarbeiter als InvestitionInvestitionen in die Zufriedenheit der Mitarbeiter rechnen sich gleich mehrfach. / twenty20photos

Sechs Tipps für glückliche Mitarbeiter

Entlohnung

Eines steht fest: Jeder freut sich über etwas mehr Geld am Ende des Monats. Deshalb sollten Arbeitgeber gute Arbeit auch dementsprechend vergüten, beispielsweise in Form einer Gehaltserhöhung nach Abschluss eines erfolgreichen Projektes. So sind performanceabhängige Vergütungen beispielsweise in Form von Boni eine gute Möglichkeit, um die Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen. Dabei sollte aber auch darauf geachtet werden, dass die Ziele realistisch und nicht zu hoch gesteckt werden, um einen gegenteiligen Effekt zu verhindern. Aber nicht nur entgeltliche sondern auch unentgeltliche Entlohnungen beispielsweise in Form von Urlaubstagen wirken sich positiv auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus. Neben dem Anspruch auf 20 Tage bezahlten Urlaub bei einer Fünftagewoche laut Bundesurlaubsgesetz, räumen viele Unternehmen zusätzliche, entlohnte Urlaubstage ein. 

Flexible Arbeitszeiten und -orte

Neben Gehalt und Urlaubstagen, ist die Einteilung der Arbeitszeit ein weiterer wichtiger Faktor. Je flexibler diese gestaltet werden können desto mehr Gestaltungsspielräume haben Angestellte. So können beispielsweise Gleitzeit und Home-Office kombiniert werden, um mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. Auch das Modell einer komprimierten Arbeitswoche wäre hierfür ein Beispiel, welches in Deutschland aber noch eher eine Ausnahme ist. Aber nicht nur flexible Arbeitszeiten- sondern auch Urlaubsplanung kann die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern. So kann beispielsweise die Genehmigung eines Sabbaticals, also eines längeren Sonderurlaubs, dem Mitarbeiter Wertschätzung entgegenbringen und diesen für dessen Engagement entlohnen.

Flexibilität durch Home-OfficeFlexibilität bei der Wahl der Arbeitszeiten und -orte werden Unternehmen hoch angerechnet. / nebojsa_ki

Allerdings bieten viele Firmen die oben genannten Konditionen in gleichem oder sehr ähnlichem Maß bereits an, weshalb Bewerber kaum oder nur geringe Unterschiede zwischen Unternehmen feststellen können. Außerdem tragen die zu Vertragsbeginn festgelegten Rahmenbedingungen häufig nur kurzfristig zur Freude des neuen Angestellten bei und werden nach nur wenigen Monaten schon als selbstverständlich gesehen. Umso wichtiger ist es, neben den oben genannten Hard Facts auch darüber hinausgehende Maßnahmen umzusetzen, die gezielt aufs Wellbeing der Angestellten einzahlen. 

Gesundheit

Hinter der Förderung der Mitarbeitergesundheit steckt viel mehr als nur die reine Reduzierung von Fehltagen, denn gesunde Mitarbeiter sind glückliche Mitarbeiter. Die Gesundheit am Arbeitsplatz gezielt zu fördern, bedeutet also nicht nur arbeitsbedingte Erkrankungen zu reduzieren, sondern darüber hinaus den Angestellten auch ein gesünderes Leben außerhalb des Arbeitsumfeldes zu ermöglichen. Laut einer aktuellen Studie wünschen sich 79 Prozent aller Arbeitnehmer Gesundheitsmaßnahmen als Zusatzleistung von ihrem Arbeitgeber. Neben Flexiblen Arbeitszeiten, die sich 90 Prozent der Befragten wünschen, sind gesundheitsfördernde Maßnahmen daher also ein Must-Have für alle Unternehmen, die ganz oben mitspielen möchten. Die Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist hierbei eine wichtige Grundlage und kann dabei die unterschiedlichsten BGM-Maßnahmen von gesunden Teamevents über ganzheitliche Gesundheits-Check-Ups bis hin zu telemedizinischen Beratungen und Webinaren umfassen. Dabei sollten die Maßnahmen gezielt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt werden, denn nur so kann deren Gesundheit und Wohlbefinden langfristig und nachhaltig verbessert werden. 

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Betriebsklima

Ein gutes Betriebsklima ist laut Umfragen einer der Hauptfaktoren, warum Angestellte sich in einem Unternehmen wohlfühlen und glücklich sind. Und damit ist nicht nur eine gute Beziehung mit den Kollegen und den Führungskräften gemeint, auch wenn diese zweifelsohne einen wichtige Rolle spielt. Es geht im allgemeinen darum, Rahmenbedingung zu schaffen, damit Mitarbeiter sich optimal entfalten können. Gestaltungsfreiräume schaffen, gezielt auf die Stärken der einzelnen Mitarbeiter eingehen und dementsprechend auch Verantwortung übertragen, fördert die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Außerdem wird der Projekt- oder auch Unternehmenserfolg so viel mehr auch als persönlicher Erfolg gewertet und fördert die Zufriedenheit mit der eigenen Leistung und Identifikation mit dem Unternehmen.

Feedback-Kultur

Eine starke Feedback-Kultur ist ein entscheidender Faktor in der Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Konstruktive Rückmeldungen seitens der Führungskräfte helfen den Mitarbeitern, an Herausforderungen zu wachsen und Kräfte richtig einzuteilen. Aber auch wertschätzende Worte sollten hier nicht zu kurz kommen. Genauso wichtig ist auch Feedback seitens der Mitarbeiter. Durch gezielte Rücksprachen können Überlastungen erkannt werden, bevor diese letztendlich zu Frust und Unzufriedenheit führen. Eine offene Feedback-Kultur ist also wichtig, um Angestellte zu motivieren und zu ihrer bestmöglichen Leistung zu animieren. 

Feedback GesprächZielgerichtetes Feedback ist sowohl für Arbeitgeber als auch für Angestellte ein Gewinn . / nd3000

Work-Life Balance

Durch den Wertewandel in der Gesellschaft geht es Vielen heutzutage beim Job um viel mehr als nur darum sich seine Brötchen zu verdienen. Besonders junge Leute arbeiten nicht nur um zu leben, sondern um ihre Berufung zu finden und sich selbst zu verwirklichen. Unternehmen müssen auf diese Entwicklung reagieren und ihre Unternehmenskultur flexibler gestalten, um somit einerseits für mehr Sinnhaftigkeit im Job und andererseits für eine ausgeglichene Work-Life Balance sorgen. Denn nur mit einer solchen Strategie kann man Mitarbeiter im Unternehmen halten. 

 

Fazit

Kurz gesagt: Glückliche Mitarbeiter sind die Grundlage eines jeden erfolgreichen Unternehmens. Denn je zufriedener die Mitarbeiter sind, desto engagierter und motivierter sind diese, was wiederum zum Unternehmenserfolg beiträgt. Daraus entwickelt sich ein positiver Kreislauf, da ein erfolgreiches Unternehmen wiederum talentierte Bewerber anzieht und so die besten Mitarbeiter akquirieren kann. Nur durch eine Kombination aus attraktiven Rahmenbedingungen, zusätzlichen Benefits sowie einem ausgeglichenen psychosozialen Umfeld können Mitarbeiter langfristig gehalten und letztendlich auch glücklich gemacht werden. 

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