Warum Gesundheitsförderung so wichtig für effiziente Unternehmen und Mitarbeiter ist

Gesundheitsförderung ist aus einem modernem Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Es hält nicht nur die Mitarbeiter gesund, sondern sorgt auch für mehr Produktivität und Gewinn. Wir zeigen Dir, wie Gesundheitsförderung Dein Unternehmen weiterbringt.

Der wirtschaftliche Mehrwert des „gesunden Arbeitsplatzes“ im Sinne der Gesundheitsförderung wurde längst in verschiedenen Studien unter Beweis gestellt. In wenigen Jahren wird bereits jeder dritte Beschäftigte die Altersgrenze von 50 Jahren überschritten haben, weshalb Unternehmen aller Branchen diesem Thema verstärkt begegnen. Wir lenken den Blick in diesem Beitrag auf konkrete Maßnahmen, welche die betriebliche Gesundheitsförderung zur Stärkung der Mitarbeiter und des Unternehmens einbringen kann.

1. Die Einbindung der Gesundheitsförderung in den Unternehmensalltag

Noch immer wird das Thema Betriebliche Gesundheitsförderung von vielen Unternehmen kritisch beäugt. Arbeitnehmer denken zunächst an langweilige Rückenschulen, die von der Führung erlassen werden und nur auf Missmut stoßen. Deshalb ist es bedeutsam, den Blick frühzeitig auf die richtige Ankündigung dieser Maßnahmen zu lenken. Entscheidend für deren Akzeptanz ist oftmals die Bereitschaft der Führungsebene, sich daran anzuschließen und damit selbst als gutes Beispiel voranzugehen. Hier erfüllt sich die Vorbildfunktion, die zu einer besseren Annahme des neuen Konzepts beitragen kann. Das gemeinsame Absolvieren der Übungen hält zudem die Möglichkeit bereit, das Gemeinschaftsgefühl auf völlig neue Weise zu stärken.

Ein erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement ist nur dann zu etablieren, wenn dafür finanzielle und personelle Ressourcen eingeplant werden. An dieser Stelle ist auf die Möglichkeit zu verweisen, die Kosten von bis zu 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr steuerlich geltend zu machen. Auch dank dieser Unterstützung handelt es sich um eine Investition, die sich auf lange Sicht bezahlt machen wird.

Um den Eindruck zu vermeiden, es handele sich um von oben verschriebene Maßnahmen, ist auf die Partizipation der Belegschaft zu achten. Mit Hilfe von aktiven Befragungen und gemeinsamen Diskussionen können die Verantwortlichen ein Konzept entwickeln, welches von der Mehrheit der Mitarbeiter getragen wird. So ist es für die Angestellten möglich, hinsichtlich sehr persönlicher Aspekte wie der Umstellung der Ernährung, verbesserten Bedingungen am Arbeitsplatz und aktiven Trainings selbst Einfluss zu nehmen. Damit sinkt das Risiko einer ablehnenden Haltung, die das Aus für die Wirksamkeit der neuen Mittel bedeuten würde.

Verbessern Sie Ihre Betriebliche Gesundheitsförderung!

Gesundheitsförderung funktioniert vor allem dann, wenn Präventionsmaßnahmen individualisiert getroffen werden. 


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2. Gesundheitsförderung und Wissensvermittlung

Betriebliche Gesundheitsförderung im höheren Alter
Auch die Vermittlung einer gesunden Lebensweise ist ein wichtiger Teil einer erfolgreichen Gesundheitsförderung. / Shutterstock: Rawpixel.com

Neben den aktiven Maßnahmen, die in den beruflichen Alltag integriert werden, spielt die Vermittlung von Wissen, z.B. über Seminare, in der Gesundheitsförderung eine wichtige Rolle. Dadurch entsteht das wichtige Bewusstsein für die Bedeutung der neuen Strukturen. Zudem erkennen Mitarbeiter, welcher große Mehrwert auch für sie persönlich gewonnen werden kann. Letztlich lassen sich sehr unterschiedliche Themenfelder dafür auswählen. Zu den wichtigsten Elementen zählen:

Im Anschluss an das Seminar lassen sich schließlich klare Ziele formulieren, die durch die Gesundheitsförderung erreicht werden sollen. Am Beispiel der Rückengesundheit lässt sich ein solcher Effekt beispielhaft darstellen. Durch die Vermittlung des notwendigen Wissens ist es möglich, die gesundheitsgerechte Arbeitsplatzgestaltung samt einer verbesserten Rückengesundheit zum Ziel zu erklären. Folglich ist die Reduktion arbeitsplatzbedingter Beschwerden möglich, die ihrerseits zu weiteren Krankheitstagen führen können. Auf inhaltlicher Ebene können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Seminar mitnehmen, wie sie ihren Arbeitsplatz beispielhaft einrichten und gestalten. Auch Einblicke in ein gesundes Verhalten während des Arbeitstags lassen sich gewinnen, insbesondere der Blick auf die Bewegungs- und Entspannungstechniken ist an dieser Stelle wichtig.

Am Beispiel dieser Events werden zudem die konkreten Vorteile deutlich, die Unternehmer aus einem Seminar ziehen können. Dies beginnt bereits mit der Senkung von Krankenständen und Fehlzeiten, was als langfristiges Ziel ausgegeben werden kann. Doch nicht nur auf körperlicher Ebene lassen sich diese Effekte durch eine konsequente Gesundheitsförderung erzielen. Darüber hinaus können die Risiken von Burnout und Dropout deutlich verringert werden, während die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen steigt. Dies wiederum hat einen klar positiven Effekt auf die Motivation, mit der die tägliche Arbeit aufgenommen wird. Vorteile auf all diesen Ebenen machen deutlich, warum es aus Sicht der Unternehmen so wichtig ist, diese Chancen nicht außer Acht zu lassen und in die Gesundheitsförderung zu investieren.

3. Attraktive Konzepte der Gesundheitsförderung in Unternehmen

Gruppenmeeting im Unternehmen
Konzepte für die Gesundheitsförderung sollten nicht pauschal aufgestellt werden, sondern sich individuell nach dem Unternehmen richten. / Shutterstock: fizkes

Doch welche konkreten Schritte gibt es, die gemeinsam mit der Belegschaft entworfen werden können, um sie zu einem Teil des Arbeitsalltags zu machen? Abstand ist an dieser Stelle von pauschalen Konzepten zu nehmen, die keine Rücksicht auf die individuellen Bedingungen vor Ort nehmen. Stattdessen muss sich die Grundfrage hier nach dem einzelnen Mitarbeiter richten: Was ist für ihn notwendig, um unter gesunden Bedingungen frei von Stress und mit voller Energie arbeiten zu können? Dadurch richtet sich der Blick schnell auf die Umsetzbarkeit der Maßnahmen, was eine ganzheitliche Betrachtung unterstützt. Im Folgenden werden einige Konzepte vorgestellt, die zuletzt Einzug bei deutschen Unternehmen gehalten haben.

Die aktive Pause

Nackenschmerzen und anderen Verspannungen, die heute auf das lange Sitzen im Büro zurückgeführt werden, lässt sich heute mit der aktiven Pause begegnen. Direkt am Arbeitsplatz folgt während der Pause der Besuch eines Trainers oder Physiotherapeuten. Direkt vor Ort lässt sich mit gemeinsam durchgeführten Übungen den Verspannungen entgegentreten. Die Mitarbeiter aktivieren dabei die antagonistischen Muskeln, um in eine effektive Gegenbewegung zu kommen. Für nachhaltigen Erfolg ist es wichtig, dass zumindest eine begleitete aktive Pause pro Woche stattfindet und die Mitarbeiter ihrerseits dazu bereit sind, sich den Übungen zu widmen.

Der betriebliche Gesundheitsrat

Für die betriebliche Gesundheitsförderung ist es wichtig, einen Konsens in der Firma zu erreichen. Neben einer simplen Befragung der Mitarbeiter bietet sich die Möglichkeit, einige engagierte Kolleginnen und Kollegen stellvertretend mit der Planung zu betrauen. Der interne Gesundheitsrat ist im Idealfall mit Mitarbeitern, Vorgesetzten und den externen Trainern besetzt. Während der Treffen, die im Idealfall monatlich oder zumindest quartalsweise stattfinden, lässt sich der Erfolg der bisher eingesetzten Mittel überprüfen, um gegebenenfalls Verbesserungen vorzunehmen. Folglich entsteht ein individuelles Konzept, welches genau an die Bedingungen des Betriebs angepasst ist.

Unterstützung gesunder Ernährung

Welche Nahrungsmittel ein Mitarbeiter während der Arbeitszeit zu sich nimmt, hängt vor allem von der Gestaltung des örtlichen Angebots ab. Während stark gezuckerte Softdrinks am Automat bezahlt werden müssen, kann Mineralwasser zu jeder Zeit kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Mit wenig Mühe lassen sich zudem frische Obstlieferungen organisieren, durch welche die Mitarbeiter dazu angehalten sind, öfter zu Vitaminen zu greifen. Dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung in Verbindung mit einer höheren Leistungsfähigkeit steht, ist längst anerkannter Konsens.

Sportliche Wettkämpfe

Monotone Kurse, in denen gemeinsam anstrengende Rückenübungen absolviert werden, sind zwar effektiv, entsprechen jedoch häufig nicht den Erwartungen der Mitarbeiter. Firmen-Wettkämpfe hingegen fördern den Teamgeist und vermitteln die Bewegung am Arbeitsplatz spielerisch. Verschiedene Unternehmen bieten ihre Dienste an, um zum Beispiel einen Freitagnachmittag auf diese Weise zu verbringen. 

Überregional war die Edenraid Challenge zuletzt dazu in der Lage, die Bewegung in den unternehmerischen Alltag zu integrieren. Im Internet registrierten sich Mitarbeiter aus mehr als 40 Ländern. Sie verbrachten zwei Monate mit dem Ziel, gemeinsam 300.000 Kilometer laufend oder auf dem Rad zurückzulegen. Durch ein gezieltes Sponsoring konnte zudem für den guten Zweck gesammelt werden, was die Motivation zusätzlich erhöhte.

Diverse Wettkämpfe können auch gemeinsam mit anderen Unternehmen abgehalten werden, um auf diese Weise den Wert der Unterhaltung weiter zu steigern. In Betracht kommen an der Stelle etwa die verschiedenen Firmen-Cups, die inzwischen in ganz Deutschland ausgetragen werden. An den Start gehen stets verschiedene Unternehmen, die sich in den Disziplinen messen. Über die sportliche Aktivität hinaus handelt es sich hierbei um eine Möglichkeit, weitere Kontakte zu knüpfen und sich über die Maßnahmen in Kenntnis zu setzen, die bereits in anderen Firmen in die Tat umgesetzt wurden, um dem gesundheitlichen Anspruch gerecht zu werden.

4. Gesundheitsförderung für Mitarbeiter auf mentaler Ebene

Mitarbeiterin nach dem Sport zur betrieblichen Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung beschränkt sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit der Mitarbeiter – auch das mentale Wohlbefinden wird immer bedeutender. / Shutterstock: wavebreakmedia

In den vergangenen Jahrzehnten ist die körperliche Belastung für die meisten Arbeitnehmer gesunken. Typisch ist in unserem Zeitalter die geistige Arbeit, die sitzend im Büro geleistet werden kann. Die Belastungen verlagerten sich in diesem Zuge vermehrt in den mentalen Bereich, der in diesem Kontext als wichtiger denn je angesehen werden muss. In den Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung fällt die Möglichkeit, sich auch diesen Fragen anzunehmen und mit einem Test zur Beurteilung des Stresslevels zu starten. Daran wird deutlich, welchen Belastungen die Mitarbeiter in ihrem Alltag ausgesetzt sind und wie gut sie dazu in der Lage sind, mit ihnen umzugehen.

Im Anschluss kommen verschiedene Techniken zur Stressprävention in Betracht, um die mentale Erholung der Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz zu verbessern. Häufig fällt der Blick auf gezielte Entspannungstechniken, die als gemeinsame Einheiten in den Arbeitsalltag integriert werden können. Größere Unternehmen bieten längst Yoga-Kurse für ihre Mitarbeiter an, die auch Führungskräfte gerne wahrnehmen, um sich vom Druck ihrer Tätigkeit für einige Zeit zu befreien und zu lösen. Der Mehrwert dieser Einheiten offenbart sich nicht nur über den langen Zeitraum. Darüber hinaus ist es für die Angestellten in den nächsten Stunden möglich, mit einem höheren Energielevel an die Arbeit zu gehen und dadurch produktiv nach den aktuellen Vorgaben zu arbeiten.

Suchtprävention im Unternehmen

Bereits der Gesetzgeber definierte die Suchtprävention als wichtigen Bestandteil der betrieblichen Gesundheitsförderung. Auch jene Angebote fallen in der Folge unter den Arbeitgeberbonus. Derzeit spitzt sich dieses Feld vor allem auf die Raucherentwöhnung zu. Hier soll Rauchern durch spezielle Angebote die Chance geboten werden, sich von der ungesunden Routine zu distanzieren und Rauchen als Gruppenzwang im Büro zu vermeiden. Von Vorteil sind einerseits die reduzierten Gesundheitsrisiken, die durch diese Maßnahme erreicht werden können. Auf der anderen Seite gibt es folglich weniger Raucherpausen, welche die tägliche Arbeitsphase unterbrechen und dadurch zu einem Hemmschuh für Effektivität und Effizienz im Unternehmen werden. Die Gesundheitsförderung weitet den Blick seither und bezieht auch andere Suchtmittel in den Kreis der Betrachtung ein. Dazu könnte in Zukunft etwa ein unnatürlich erhöhter Konsum von Fett und Zucker zählen, was beweist, dass die Möglichkeiten in diesem Gebiet noch längst nicht ausgeschöpft sind.

5. Warum Gesundheitsförderung?

Die gesunde und leistungsfähige Belegschaft lässt sich dieser Tage als wichtige Ressource eines jeden Unternehmens anführen. Insbesondere die demographische Entwicklung und der akute Fachkräftemangel machen Präventionsleistungen bedeutsam. Gesunde Beschäftigte müssen sich seltener krankmelden, gehen mit größerer Motivation an die Arbeit und sind über einen längeren Zeitraum dazu in der Lage, ihr erworbenes Fachwissen in den Betrieb einzubringen. Gerade die Kompetenzen älterer Arbeitnehmer bleiben somit länger im Unternehmen erhalten, was zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil gereichen kann.

Die Schwerpunkte in den Bereichen von Sport und Bewegung, gesunder Ernährung und Stressbewältigung führen zu einem klaren Plus an Lebensqualität. Aus Unternehmersicht lohnt es sich nicht nur aufgrund der staatlichen Förderung, in diesen Bereich zu investieren. Stattdessen sind langfristig positive Auswirkungen zu erwarten, die sich insbesondere beim Blick auf das Betriebsklima offenbaren. Je früher erste Schritte zur Umstellung eingeleitet werden, desto eher wird es möglich sein, in den Genuss dieser Vorzüge zu kommen.

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